SERIE: Was ist ein guter Fahrlehrer/In? #1
Serie: Was ist ein guter Fahrlehrer/In #1
Diese kleine Mini-Serie soll das Thema: Was ist ein guter Fahrlehrer/In? behandeln.
Da diese Frage nicht leicht zu beantworten ist und 10 Menschen 12 verschiedene Meinungen darüber haben, versuche ich dieses Thema grundlegend, menschlich und pädagogisch anzugehen. Es gibt natürlich verschiedene Aspekte und hier ist der Erste:

• ein guter Fahrlehrer/In bildet seine Schüler aus!
Der Schüler muss am Ende jeder Fahrstunde das Gefühl haben, etwas dazu gelernt zu haben. Manchmal ist das mehr, manchmal weniger, aber er muss ein bisschen mehr wissen oder es ein bisschen besser können als vorher!
Es gibt in der Tat Fähigkeiten und Fertigkeiten, die ein Fahrschüler bereits mitbringt. Ihm etwas beizubringen, was er schon kann ist natürlich quatsch! Die Hohe Schule ist, herauszufinden, was der Schüler tatsächlich schon kann und was nicht. Manchmal sagt er, dass er etwas bestimmtes schon kann und es in Wirklichkeit nicht kann oder nicht "stabil" gut kann (also auch unter Belastung, wie beispielsweise in einer Prüfung) und manchmal sagt er, er könne etwas nicht, und kann es aber sehr gut. Ständig Sachen zu machen, die der Schüler bereits gut machen kann ist nicht unbedingt das Zeichen eines guten Fahrlehrers. Etwas nicht zu üben was der Schüler nicht kann, auch nicht.
Hierzu gehört ebenfalls, dass sich der Fahrlehrer während des Unterrichts mit dem Fahrschüler oder dem behandelnden Thema beschäftigt und nicht andere Sachen wichtiger sind. Ein Fahrlehrer, der in den Fahrstunden nur „geradeaus fährt", mehr telefoniert als mit dem Fahrschüler zu sprechen, private Besorgungen erledigt oder in der Theorie lediglich Filme zeigt und nebenbei Kaffee trinkt bildet nicht aus!
Natürlich ist ein Fahrlehrer kein Clown und auch kein Animateur, der den Fahrschüler ständig zu entertainen hat. Selbstverständlich darf es auch mal Ruhephasen in der Ausbildung geben, wenn das passt. Die zu beantwortende Frage ist: bildet er den Fahrschüler aus, bzw. fühlt der Fahrschüler sich angesprochen und fühlt auch er sich ausgebildet?
Hierzu gehört ebenfalls, dass ein Fahrlehrer die Fehler des Fahrschülers direkt korrigiert. Ich kenne zu viele Beispiele, wo Fahrschüler von Fahrstunden berichten, in denen der Fahrlehrer praktisch nicht mit den Fahrschülern gesprochen hat (oder über andere Sachen gesprochen hat) und ganz am Ende der Stunde eine Handvoll Fehler oder Unzulänglichkeiten aufgezählt hat, an die der Fahrschüler sich dann gar nicht mehr erinnern konnte, da es schon eine Stunde her war. Lerneffekt: gleich Null!
Fehler werden direkt korrigiert. Oder zumindest zeitnah, so dass der Schüler diese Situation noch im Kopf hat!










